Therapie und Behandlung der Depression

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Dr. med. Gábor Majtényi

Facharzt für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin 

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Einzel- und Gruppentherapien, Paartherapie

40479 Düsseldorf      Inselstraße 13

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Psychoanalytisch verstehen - systemisch denken - lösungsorientiert therapieren

Therapie-Konzept der Depression in meiner Praxis

 

Depressionen sind häufige auftretende und psychotherapeutisch behandelbare psychische Störungen. 
Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken liegt bei bis zu 14% für Männer und bis zu 27% für Frauen. 

Symptomatik der Depression

Hauptsymptome
Depressive Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit, Antriebsmangel, erhöhte Ermüdbarkeit

Zusatzsymptome
Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Gefühl von Schuld/Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, Suizidgedanken oder -handlungen, Schlafstörungen, verminderter Appetit

Körperliche Symptome
Interessenverlust, Verlust der Freude an sonst angenehmen Tätigkeiten, mangelnde emotionale Reaktion auf sonst freudige Ereignisse, frühmorgendliches Erwachen, morgendliches Stimmungstief, psychische und körperliche Hemmung oder Agitiertheit, deutlicher Appetitverlust, Gewichtsverlust, deutlicher Libidoverlust

Risikofaktoren

Geschlecht:
Frauen weisen ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko und zudem eine höhere Rückfallneigung für weitere depressive Phasen auf. Diese Geschlechtsunterschiede werden im mittleren und höheren Lebensalter geringer.

Lebensalter:
Depressionen treten in allen Lebensaltern auf, am häufigsten zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, nach neueren Untersuchungen auch zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr. Im höheren Lebensalter sind Depressionen die häufigste psychische Störung, wobei ein Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen und Einschränkungen der Lebensqualität besteht.

Soziale Faktoren:
Getrennte und geschiedene Personen und solche ohne vertraute Bezugspersonen erkranken eher. Als wichtige Schutzfaktoren erwiesen sich positive, tragende Sozialbeziehungen, aber auch gute Verhältnisse im Wohn- und beruflichen Bereich. 

Psychosoziale Belastungen:
Belastende Lebensereignisse kommen im Vorfeld depressiver Episoden gehäuft vor, wobei oft sind zwischenmenschliche Belastungen bereits Folge der beginnenden Depression. Zusätzliche belastende Ereignisse in Zeiträumen, in denen keine Erholung von den früheren Belastungen eintreten kann, scheinen besonders kritisch zu sein. Lebensereignisse, sozialer und emotionaler Stress nehmen auf das Auftreten depressiver Erkrankungen einen großen Einfluss.. 

Familiäre Belastung:
Angehörige ersten Grades von Patienten mit einer depressiven Erkrankung weisen ein Erkrankungsrisiko für Depressionen von ca. 20% und Angehörige gesunder Personen eines von ca. 7% auf.

Prinzipien der psychotherapeutischen Behandlung

Die psychotherapeutische Behandlung von depressiven Erkrankungen kann nur durch fachspezifisch ausgebildete Psychotherapeuten sachgerecht erfolgen, die das gesamte Spektrum depressiver Erkrankungen kennen. Die Möglichkeit einer begleitenden Behandlung durch Antidepressiva sollte immer kritisch erwogen werden.

Verlauf und Prognose

Bis zwei Drittel der Patienten werden im Verlauf der Behandlung so weit gebessert, dass sie wieder ihre gewohnte Leistungsfähigkeit besitzen und das alte Selbst hervortritt, wobei einzelne Beschwerden weiter bestehen können.

Behandlungsprinzipien in der akuten Phase

Einerseits wird die Depression als eine häufig wiederkehrende, z. T. chronische Erkrankung angesehen, zum anderen treten depressive Episoden häufig akut und mit großer Intensität auf. Psychotherapeutische Strategien sollten sich an diesen Gegebenheiten orientieren. Im Vordergrund steht die Herstellung einer guten und tragfähigen therapeutischen Beziehung zum Patienten, die auf Vertrauen und Zusammenarbeit beruht. Dem vordringlichen Ziel der Entlastung des Patienten dient nach einer genauen Erfassung der Symptomatik und der Lebensumstände die angemessene Information über das Krankheitsbild. Weiterhin gehört zur Therapie die Klärung des sozialen und familiären Netzwerkes des Patienten sowie ggf. die Einbeziehung mitbehandelnder Ärzte und die Klärung der Notwendigkeit der Einbeziehung von Angehörigen. Wesentlicher Bestandteil der Anfangsphase ist auch die Festlegung möglichst klarer Therapieziele. 

 

Tiefenpsychologisch fundierte) und analytische Psychotherapie in der Therapie der Depression

Tiefenpsychologische und analytische Psychotherapien gehen davon aus, dass depressive Symptome, verbunden mit typischen Persönlichkeitsproblemen, auf dem Boden unbewusster oder nur teilweise bewusster innerer Konflikte entstehen. Diese führen konfliktbehafteten Beziehungsmustern mit nahestehenden Personen und im Moment von Verlust, Versagungs- oder Enttäuschungserlebnissen zum depressiv-hilflosen Zusammenbruch.
Längerfristige tiefenpsychologische Psychotherapien zielen darauf ab, in der therapeutischen Beziehung eine Wiederbelebung konfliktbehafteter Interaktionsmuster zu ermöglichen, um sie dann therapeutisch bearbeiten und  verändern zu können. 

 

Kurze und mittellange tiefenpsychologische Psychotherapien

Kürzer angelegte tiefenpsychologische Psychotherapien zentrieren auf die Bearbeitung aktueller Konflikte und bearbeiten insbesondere deren Manifestation in den persönlichen und sozialen Bezügen der Betroffenen. Dies meint insbesondere die Klärung der spezifischen Verarbeitung der depressiven Verletzbarkeit (wie z.B. selbstzerstörende Verarbeitung, aggressive Hemmung, Selbstbeschuldigung). Zum Einsatz kommen unterstützende Interventionen, Förderung des Arbeitsbündnisses mit dem Ziel, dem Patienten bei der Überwindung seiner Depression zu helfen, Vermittlung von Hoffnung aber auch Klärungen, Konfrontationen und Deutungen. Die Aktualisierung von belastenden Lebenserfahrungen und deren Reflexion gehört zum festen Bestandteil der Psychotherapie von Depressionen. 

Interpersonelle Therapie


Grundprinzipien dieser Psychotherapie-Form liegen in einer starken Fokussierung auf das zwischenmenschliche Umfeld der Patienten und seiner Einflüsse auf die depressive Erkrankung. Ausgegangen wird von der Annahme, dass ungünstige zwischenmenschliche Aspekte die depressive Erkrankung ursächlich bedingen oder ihre Folge sind. Die Patienten werden darin bestärkt, ihre Gefühle, insbesondere in Bezug auf Trauer, Verlust oder Veränderung sozialer Rollen, auszudrücken. Ferner werden Hemmungen und Beeinträchtigungen in der Kommunikation mit bedeutsamen Bezugspersonen bearbeitet sowie Problemlösungen in Partnerkonflikten und verbesserte Kommunikationsfähigkeit thematisiert. Zentrales Anliegen ist die Reduzierung der bestehenden sozialen Isolation. Es geht dabei um typische Themen wie unbewältigte Trauer, Rollenkonflikte, und soziale Isolation. Später wird der Therapieprozess bilanziert, Fortschritte werden verstärkt und die bevorstehende Beendigung angesprochen. Auftretende Schwierigkeiten werden als Lernmöglichkeiten zur Verringerung zukünftiger depressiver Verletzbarkeit und Anfälligkeit verstanden.

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