Psychotherapie - Paartherapie - systemische Therapie - Praxis Dr. Majtenyi Düsseldorf

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Dr. med. Gábor Majtényi

Facharzt für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin 

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Psychoanalytisch verstehen - systemisch denken - lösungsorientiert therapieren

Psychologie und Psychotherapie der Angst

 

Jeder Mensch kennt das Gefühl der "Angst", als unangenehmes Gefühl von Erwartung und Bedrohung. Grundsätzlich ist Angst auch eine sehr nützliche Funktion, da sie ein Alarmsignal ist, das Aktivitäten zur Beseitigung einer Gefahr auslöst. Nach der Beseitigung der Gefahr sollte sich allerdings die Angst auflösen.

Bei der krankhaften Angst wird das Bewusstsein überflutet  und  Realitätsbewältigung kann nur noch eingeschränkt stattfinden. Angst ist krankhaft, wenn sie scheinbar grundlos erscheint und übermäßig stark ausgeprägt ist.

Angst ist eine der häufigsten psychischen Störungen. Etwa 5 % der Allgemeinbevölkerung leiden unter behandlungsbedürftigen Angststörungen/Panikstörungen und etwa 7 % unter phobischen Störungen. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer.  Angsterkrankungen treten meist erst im frühen Erwachsenenalter zwischen 20 und 30 Jahren auf. Der Krankheitsbeginn liegt selten nach dem 45. Lebensjahr.

Einige Phobien wie Höhenangst, Angst vor geschlossenen Räumen (Klaustrophobie) sind ebenfalls weit verbreitet und müssen psychotherapeutisch behandelt werden. Die Panikstörung ist die am häufigsten behandlungsbedürftige Form der Angsterkrankung.

Angst äußert sich sowohl durch körperliche Symptome als auch auf der Ebene seelischen Erlebens. Oft steht bei dem Betroffenen nicht das psychische Erleben von Angst im Vordergrund, sondern die körperliche Symptomatik, wie Schwitzen, Erröten, Schwindel und Schmerzen. Die körperliche Symptomatik ist oft auch der Grund für den Arztbesuch. Oft werden Patienten z. B. zunächst mit dem Verdacht auf eine Herzerkrankung untersucht, nur später werden die körperlichen Symptome als Übersetzung einer Angsterkrankung erkannt.

 

Generalisierte Angststörung

Diffuse, länger anhaltende Angst, die nicht auf bestimmte Situationen oder Objekte beschränkt ist. Der Patient kann sich kaum von dem ängstlichen Zustand distanzieren. Typische Symptome sind: Angst vor Atemnot, Ohnmacht und vegetative Symptome (Schwitzen, Muskelanspannung und Ruhelosigkeit, Schwindel, Schlafstörungen, Beklemmungsgefühle usw.)

Panikstörung

Unter Panikattacken versteht man das plötzliche Auftreten intensivster Angst, die anscheinend überhaupt keine auslösende Situation hat. Panikstörungen treten mit einer ausgeprägten körperlichen Symptomatik, wie Schwitzen, Herzrasen, Hitzewallungen, Zittern,  Beklemmungsgefühle, Atemnot, Bauchbeschwerden, Ohnmachtgefühle und sogar Todesangst auf. Häufig entwickelt sich eine panische Erwartungsangst vor der nächsten Attacke. Die Dauer einer Panikattacke schwankt von drei bis vier Minuten bis zu einigen Stunden.

Phobien

Diese Störung ist durch eine ausgeprägte, an bestimmte Situationen bzw. Objekte gebundene Angstsymptomatik geprägt. 

Agoraphobie: Typische Angstsituationen sind der Aufenthalt in Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen  beim Verlassen der eigenen Wohnung, Geschäfte zu betreten oder ohne Begleitung mit Bus, Bahn, oder Flugzeug zu reisen. Der Patient meidet meistens die angstauslösenden Situationen, was eine zunehmende Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit zur Folge hat. Das Vermeidungsverhalten steht häufig im Vordergrund, viele Agoraphobiker erleben in der Realität kaum ihre Angst, da sie die angstauslösenden Situationen vermeiden.

Spezielle Phobien: 

Phobische Angst vor Blut 

Phobische Angst vor geschlossenen Räumen (Klaustrophobie) 

Phobische Höhenangst 

Flugangst 

Phobische Angst vor Ansteckung 

Tierphobien (Angst vor Insekten, Schlangen oder Mäusen usw.) 

Soziale Phobie: Die Betroffenen entwickeln eine große Angst vor Situationen, in denen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen könnten, im Umgang mit anderen Menschen einen nicht optimalen Eindruck machen oder  sozialen Erwartungen nicht entsprechen könnten. Die soziale Phobie tritt häufig in Verbindung mit niedrigem Selbstwertgefühl (narzisstische Störungen) und Furcht vor Kritik auf. Typische Symptome sind Schwitzen, Erröten, Vermeidung von Blickkontakt, Händezittern, Übelkeit und Harndrang. Soziale Phobien können, wenn sie nicht behandelt werden, chronisch verlaufen, es kann zu einer vollständigen sozialen Isolierung und zu einer depressiven Symptomatik der Betroffenen kommen.