Psychotherapie - Paartherapie - und Coaching - Praxis Dr. G. Majtenyi Düsseldorf

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Dr. med. Gábor Majtényi

Facharzt für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin 

Alle Kassen und Privat

Einzel- und Gruppentherapien, Paartherapie

40479 Düsseldorf      Inselstraße 13

Anmeldung: Tel.  0211 - 4981555 

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Psychoanalytisch verstehen - systemisch denken - lösungsorientiert intervenieren - Veränderungsprozess begleiten

Coaching - Beratung für Führungskräfte

 

 Verbesserung Ihres Selbstwertgefühls durch Coaching

 Erhöhung Ihrer Fähigkeit, Ihre Bedürfnisse besser wahrzunehmen
 Erweiterung Ihrer Kompetenz, Ihre Wünsche angemessen zu vertreten
 Entwicklung von Distanz zur eigenen Gefühlswelt durch Coaching
 Optimierung des Umganges mit Ihren psychischen Ressourcen
 Sensibilisierung des Einfühlungsvermögens für fremde Belange
 Stabilisierung Ihrer Partnerschaft durch Paar - Coaching
 Aufbau einer besseren und konstruktiveren Konfliktfähigkeit
 Mediation (Vermittlung) zwischen Konfliktparteien 
 Steigerung der Effizienz Ihres Teams durch Team - Coaching
 Förderung Ihrer Handlungs- und Führungskompetenz
 Perfektionierung Ihrer Problemlösungen durch Coaching

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Der in den letzten Jahren im schwindelerregenden Tempo inflationierende  Coaching - Begriff  verliert zunehmend an spezifischer Bedeutung. Nahezu jede Form von systematisierter Außenberatung, vermeintliche oder wirkliche Kompetenzförderung schwammiger oder definierter Herkunft wird unter diesem Sammelbegriff angeboten. In diesen Angeboten verwischen oft die Grenzen zwischen berufspezifisch sachbezogener und mentaler Entwicklungsförderung. Es wird häufig kontrovers diskutiert, ob der ideale Coach psychologische oder ökonomische Kernkompetenzen aufzuweisen hat.

Dabei zeigt sich sowohl in der Praxis, als auch in der Literatur immer deutlicher, dass erfolgreiche Coaching - Bemühungen eine langjährige professionelle Erfahrung des Coaches zwingend voraussetzen. Diese Quantität und Qualität der Erfahrung ist in einem Berufsleben in mehreren Berufsfeldern oder im interdisziplinären Raum kaum zu erwerben. Daher muss die jeweilige Professionalität und Spezialität des Coaches und damit die Zielsetzung des Coaching genau definiert werden.

Mein Coaching - Konzept versteht sich dementsprechend als

Förderung lösungsorientierter mentaler und emotionaler Führungskompetenz auf systemisch-tiefenpsychologischer Basis.

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Führungskräfte befinden sich oft in einem Hamsterrad von Anforderungen, hohem Leistungseinsatz und bis an die Leistungsgrenze gehender Anspannung. Einerseits erhalten sie von außen soziale Anerkennung, andererseits schwinden die persönlichen Sozialkontakte wie Freundeskreis, Partnerschaft und Familie.

Ein Bündel von betriebsbedingten Belastungsfaktoren (wie enge Kooperationserfordernisse, Zeitdruck) und unzureichende Ressourcen am Arbeitsplatz (keine Unterstützung durch Vorgesetzte, fehlende positive Rückmeldung) wirkt ungünstig zusammen mit ungeeigneten Bewältigungsstrategien (wie z.B. Vermeidungsverhalten, resignative Anpassung, Alkohol-,Nikotin- und Medikamentenmißbrauch) und führt zu oft krankheitswertigenStressreaktionen.

Die ursprüngliche Selbstsicherheit im und Freude am Beruf ist oft dem Leiden an der beruflichen Tätigkeit gewichen. Was brauchen Führungskräfte zu ihrer Entlastung?

Coaching oder Einzelsupervision gewährt Ihnen Ermutigung und Unterstützung bei Ihrer anspruchsvollen Arbeit in führender Position durch einen unabhängigen externen Berater.

Coaching dient sowohl der Förderung Ihrer beruflichen Handlungskompetenz, Ihrer Befähigung zum Konfliktmanagement als auch der Stärkung ihrer sozialen Kompetenz und Entwicklung von Fähigkeiten zu wirksamer, kräfteschonender und effizienter persönlicher Lebensführung, d.h. auch die Begleitung privater Lebenskrisen, die eventuell störend in Ihre Lebens- und Berufsplanung einwirken. Sie lernen, wieder Ihre blockierte emotionale Intelligenz einzusetzen, Selbstvertrauen und Lebensqualität zurückzugewinnen, letztlich ihrem Traum von Selbstverwirklichung ein Stück näher zu kommen !

Ihre Führungskompetenz haben Sie im Laufe Ihres Berufslebens natürlich schon weitgehend erworben und unter Beweis gestellt. Im Optimalfall handelt es sich dabei um ein konstruktives Repertoire verschiedener Fähigkeiten:

Professionelle Branchen- und Sachkenntnisse

Souveräne Kommunikationsfähigkeit

Empathisches Einfühlungsvermögen, um eigene und fremde Motive, Einstellungen und emotionale Probleme zu erkennen und konstruktiv-strategisch zu beeinflussen. 

Sie erkennen sicherlich oft die sensible Grenze, ob Autorität oder das Gewähren von selbstorganisierender Autonomie in Bezug auf Ihre Mitarbeiter die geeignete Hilfestellung ist. Manchmal ist es für Sie vielleicht nicht ganz einfach zu beurteilen, in welchem Mix statusbedingte "Amtsautorität", charismatisches "Mitreißen" oder die ruhige Ausstrahlung Ihrer inneren Kompetenz und Persönlichkeit die jeweils optimale psychologische Strategie in einer bestimmten Situation darstellen.

Es gelingt Ihnen auch meistens, private emotionale Belastungen von Ihrem Berufsleben fern zu halten und mit Ihren Mitarbeitern, Manager-Kollegen und Vorgesetzten eine "positiv neutrale" Beziehung  zu pflegen.

Von manchen Ausnahmen abgesehen, können Sie mit eigenen und fremden Machtansprüchen relativ gut umgehen, Sie sind selten devot oder ängstlich, Ihre Kränkungen halten sich in Grenzen.

Sollten Sie einmal Kündigungsfantasien haben oder gar gekündigt worden sein, darf dieser Stress nicht mit einer ernsthaften Gefährdung Ihres fundamentalen Selbstwertgefühls einhergehen. Gerade in solchen kritischen Situationen muss Ihre Objektivität und Zukunftsorientierung intakt bleiben.

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Dieses dynamische, mental-emotionale "Fließgleichgewicht" Ihrer psychologischen Führungskompetenz und Integrität kann natürlich auch überfordert werden.                                                         

Die Wahrnehmung eigener Überforderung, dieser oft entscheidende diagnostische Blick nach "innen" ist die Quelle Ihres vielleicht zunehmenden Bedürfnisses nach Beratung, Coaching, Beistand und Objektivität, sowie nach professioneller und erfahrener menschlicher Hilfestellung und Problemlösung.

Manche Führungskräfte erkennen gerade in diesen Momenten, dass sie das bis jetzt gepflegte Selbstbild eines Menschen, der sich grundsätzlich immer und vollständig "im Griff" hat, zumindest vorübergehend relativieren müssen.

In diesen Fällen erarbeiten Klient und Coach gemeinsam im Sinne meines lösungsorientierten Coaching -  Konzeptes die zur Wiederherstellung Ihrer vollständigen psychologischen Souveränität erforderlichen Lösungsansätze. Dieses vorübergehende Bündnis zweier verschiedenartiger Kompetenzen, die überadditive gemeinsame Professionalität einerseits im sachlich-wirtschaftlichen, andererseits im kommunikativ- psychologischen Bereich, bietet eine optimale Konstellation und somit ein hervorragendes Instrument für dieses innere "Veränderungsmanagement".

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WORAN ERKENNEN SIE DIE NOTWENDIGKEIT von Coaching / Beratung als als Führungskraft?

Ihre Konzentrationsfähigkeit lässt nach

Sie sind weniger leistungsfähig als früher

Sie haben ein privates emotionales Problem

Sie haben ein kommunikatives Problem mit einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter

Die Leistungen des von Ihnen geleiteten Teams lassen deutlich nach

Sie haben ein kommunikatives oder emotionales Problem mit Ihrem Vorgesetzten

Innerbetriebliche Vorgänge bedeuten eine schwere Kränkung für Sie

In der letzten Zeit befürchten Sie zunehmend, Sie könnten gekündigt werden 

Sie wollen kündigen oder entlassen werden und brauchen dazu eine optimale psychologische Strategie durch Coaching / Beratung

Ihnen wurde gekündigt und Sie fühlen sich damit überfordert

Sie haben körperliche Beschwerden ohne medizinischen Befund 

Unterschätzen und bagatellisieren Sie bitte nie Ihre mental-emotionalen oder kommunikativen Probleme, deren Verdrängung leider oft genug zu negativen beruflichen und/oder psychosomatischen Eskalationsspiralen führt!

Coaching ist für gewöhnlich eine private Leistung

 

Theorie meines Coaching-Konzeptes

Dieser kleine und oberflächliche theoretische "Ausflug" ist nicht mit dem Anspruch der Vollständigkeit entworfen worden. Lesen Sie diese Seite nur, wenn Sie sich ein Bild darüber machen möchten, welches theoretische Blitzlichtgewirr hinter der strukturierten und allgemeinverständlichen praktischen Arbeit eines erfahrenen Psychotherapeuten/Beraters immer wieder aufleuchtet...

In der alltäglichen beratenden Tätigkeit eines pragmatisch eingestellten, lösungsorientierten Therapeuten/Beraters spielt das seiner Wahrnehmung, Auswertung und Interventionstechnik zugrunde liegende wissenschaftliche Theoriegerüst eine sehr dynamische und keineswegs dogmatische Rolle. Die Legierung oder Kombination von Theorien aus möglicherweise verschiedenen therapeutischen Schulen, aus anderen natur- oder geisteswissenschaftlichen Theoremen entlehnte Verständnisprozesse, Analogien, Bilder und Deutungen sind aus diesem Blickwinkel einerseits erlaubt, oft auch notwendig, andererseits erfordert diese fließende mehrdimensionale Theorie-Welt höchste Disziplin, Vorsicht und Erfahrung, um die daraus resultierenden Deutungen/Interventionen legitimieren und den psychologischen Entwicklungsprozess der Klienten professionell führen zu können. Was letztendlich zählt, ist ausschließlich der dauerhafte Erfolg einer Beratung. 

Diese - dem pragmatischen Prinzip der Symptomfreiheit sowie der persönlichen und sozialen Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung der Klienten streng untergeordnete - geistige Freiheit des Therapeuten führt im Laufe der Jahre zur Entwicklung eines integrativen, persönlichen therapeutischen- und Beratungsstils, dessen theoretischer Fundus aus verschiedenen, oft komplexen "Schichten" besteht.

Wenn ich heute diese Theorie-Schichten  aus der fließenden Integration der alltäglichen Beratunmgsarbeit zu isolieren und zu abstrahieren versuche, entdecke ich in der tiefsten Schicht den psychoanalytischen Verständnisprozess. Wie und wann waren die Verhaltensweisen, Einstellungen, Selbstbilder und Kommunikationsstile eines Menschen, die heute zum persönlichen, sozialen oder möglicherweise beruflichen Misserfolg, zur Selbstentwertung und psychosomatischen Symptombildung führen, früher einmal sinnvoll? Jedes Kind ist nämlich genial und leistet den größtmöglichen Anpassungsprozess, um in dem jeweiligen - ihm vorgegebenen und durch ihn unveränderbaren - Familiensystem zu bestehen und bestmöglichst zu überleben. In der "zwanghaften" Wiederholung dieser einst sinnvollen aber obsolet und unzeitgemäß gewordenen emotionalen Abläufe und Verhaltenssequenzen zeigen sich iterative und eskalative Gesetzmäßigkeiten, die Freud "Wiederholungszwang" nannte, deren letztendliche Aufklärung allerdings vermutlich auf die Chaostheorie wartet, die für derartige und überall präsente "selbstreferenzielle" Vorgänge in der Natur mittlerweile ein komplettes mathematisches Rüstzeug entwickelt hat. 

Dieses Wissen über den früheren "genialen" kindlichen Sinn heute nicht mehr angemessener emotionaler- und Verhaltenskontexte und über eine gewisse "iterative Naturgesetzlichkeit des Wiederholungszwanges" hilft in der Kooperation mit den Klienten oft weiter, um Selbstentwertungen der Klienten und gefährliche unbewusste Entwertungen durch den Berater a priori zu vermeiden und den Interventionsstil dementsprechend aufwertend und lösungsorientiert zu gestalten.

Außer den iterativen Vorgängen im "Wiederholungszwang" - das Wiederholen früherer "Programme" als Lösungsversuch - steht ein eigenartiges psychologisches Wiederstandsphänomen im Wege konstruktiver Veränderungen im Verhalten und in den dahinterstehenden emotionalen Strukturen. Dieser "Veränderungswiederstand" kann einerseits mit dem Freudschen Wiederstandsbegriff dynamischer Barrieren zwischen bewussten und unbewussten psychischen Strukturen beschrieben werden, andererseits bietet die biologische Selbstorganisationslehre von Varela und Maturana mit dem Begriff der Autopoiese hierfür das entsprechende theoretische Werkzeug. Jedes komplexe (biologische) System besitzt eine eigenartige Kraft, sich in seiner inneren und äußeren Beschaffenheit und Funktionalität, in seinem "Sosein wie es ist" zu bewahren und wiederherzustellen. Veränderungen und Entwicklungen sind demnach in jedem komplexen System lediglich an dieser Eigendynamik "entlang" möglich. Diese autopoietische Selbstbewahrung ist ziemlich unabhängig davon, ob das System überlebensfähig und in seiner Funktionalität konstruktiv oder "sinnvoll" ist, auch suboptimale und unangepasste Systeme sind auotopoietisch. Der Mensch - systemtheoretisch gesehen ein hochkomplexes bio-psycho-soziales System -  seine noch komplexeren Paarbeziehungen, Familien, Gesellschaften, politische Systeme, ja vielleicht das ganze physiko-bio-psycho-sozio- Ökosystem Erde scheinen dieser autopoietischen selbstorganisierenden Eigendynamik zu gehorchen und zeigen "Veränderungswiederstand" allen Impulsen gegenüber, die von dieser Systemdynamik her als "unangemessen" betrachtet werden (Luhmann). So müssen auch psychotherapeutisch-beratende Interventionen innerhalb des zu verändernden autopoietischen psychologischen Eigendynamik "stimmig" sein, der Therapeut muss quasi in dem Zug sitzen, dessen Richtung er verändern möchte. Ketzerisch könnte gefragt werden, ob viele Phänomene, die psychoanalytisch als "Wiederstand" betrachtet werden, lediglich auf eine, der autopoietischen Eigenart der Klienten/Klientensysteme nicht angepasste Interventionstechnik des Therapeuten/Beraters zurückzuführen sind. Die zukünftige systemtheoretische und selbstorganisationstheoretische Forschung wird uns hoffentlich helfen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen.

So ist die erste Phase der Beratungsarbeit mit einem Klienten oder Klientensystem diesen, mehr oder weniger psychoanalytischen und selbstorganisationstheoretischen Überlegungen gewidmet, frühere emotionale Kontexte, unbewusste Wiederstände im psychoanalytischem Sinne und Veränderungswiederstände im "autopoietischen" Sinne werden erkannt, als natürliche und gesunde frühere Anpassungsprozesse interpretiert, diesbezügliche Selbstentwertungen der Klienten/Klientensysteme werden aufgehoben und die Problematik als unangemessener Einsatz früherer genialer Kompetenzen und "Programme" in aktuellen - lediglich durch neue Kompetenzen lösbaren - Situationen verstanden. 

Dieses Verständnis führt ohne Kränkung, Selbstentwertung und Machtkämpfe zwischen Klienten/Klientensystemen und Berater zur gemeinsamen Einsicht in die Notwendigkeit, neue emotionale Muster, Verhaltensweisen und Kompetenzen für die Klienten zu entwickeln, um durch angemessenere neue Lösungen Symptome, Leidensdruck und Effizienzdefizite loszuwerden, mehr Lebens- und Arbeitsqualität aufzubauen und auf ein höheres Niveau der eigenen Persönlichkeitsentwicklung oder der Systemfunktion zu gelangen.

Die zweite Phase der Beratung dient dem Erfassen des aktuellen systemischen Kontextes der Problematik. Zu welchem - unbefriedigenden - aktuellen Ergebnis führt der Einsatz früherer, heute unangemessener Lösungen und emotionaler Muster im aktuellen Funktions- und Lebenszusammenhang der Klienten/KLientensysteme? Wer und auf welcher Weise spielt "alte" und nicht mehr sinnvolle Rollen im Klientensystem, auf welcher suggestiven Weise werden diese Rollen delegiert, mit welcher Dynamik und welchem versteckten Nutzen entstehen Symptome,  Leidensdruck und Funktionsdefizite, die dann einen zunächst immanenten Bestandteil der Systemfunktion bilden und lediglich durch Weiterentwicklung der Klienten und des Klientensystems wieder eliminiert werden können? Im theoretischen Hintergrund wird diese Phase durch systemtheoretische sowie paar- familien- und teamdynamische Überlegungen geprägt. 

In der dritten Phase der Beratungsarbeit geht es im gemeinsamen Lernprozess um Lösungs- und Veränderungs-(change-)management. Grundsätzlich gilt: auf alte Muster und Programme kann man nur verzichten, wenn sich zumindest die Grundrisse und Modelle erfolgreicher neuer Lösungen, Handlungsmodalitäten und Verhaltensweisen zeigen, diese für die Klienten durch vorsichtige aber dann eskalierende "Probehandlungen" auch erlebbar werden und diese iterativ auch wiederholt werden können. In dieser sehr kreativen Phase einer Therapie/Beratung spielen im theoretischen Hintergrund verhaltenstherapeutische, entscheidungstheoretische sowie spiel- und handlungstheoretische Überlegungen eine wichtige Rolle. Die Aufgabe des Beraters ist es, durch die nondirektive Suggestivität seiner Interventionen in angemessener weise Kreativität, persönliche Ressourcen und Selbstwertgefühl der Klienten (des Klientensystems) zu fördern, "maßgeschneiderte" und die Individualität der Klienten konsequent berücksichtigende "autopoietisch stimmige" Verhaltenssequenzen, neue emotionale Kontexte, Kooperationsmodelle und Lösungen aufzuspüren und diese zu verankern. 

Interessanterweise bezieht sich der chaostheoretische Grundsatz der kleinen Ursache mit großer Wirkung - eine gewisse Instabilität des Systems vorausgesetzt - auch auf die richtige Interventionstechnik in der Beratungsarbeit. Nur ein instabil gewordenes emotionales oder professionelles System (Krisen sind Chancen) kann aus seiner autopoietischen Selbstreferenzialität und den damit verbundenen nicht mehr optimalen Wiederholungen alter Lösungen durch geeignete kleine aber zeitlich und inhaltlich präzise, "elegante" Interventionen "gehoben" und in eine neue, dann ebenfalls autopoietische Entwicklungsrichtung  - mit großen späteren psychologischen und motivationalen Auswirkungen - angeregt werden. Eine richtige Intervention - die erwünschte neue Entwicklungen effizient anregt - muss also autopoietisch stimmig (aus den emotionalen Systemzusammenhängen der Klienten ableitbar) sein, spiel- verhaltens- und handlungstheoretisch optimale Lösungen anregen und insbesondere im "Timing" angemessen, in einem instabilen "Aggregatzustand" der emotionalen und systemischen Welt der Klienten oder des Klientensystems, in einem "Zeitfenster der Veränderbarkeit" appliziert werden - ein aus der psychoanalytischen Deutungsarbeit seit jeher bekanntes Phänomen.     

Das Ergebnis dieses komplexen Entwicklungsprozesses muss für alle Beteiligte plastisch und sichtbar werden. Die entscheidenden Parameter sind Symptomfreiheit, abnehmender Leidensdruck und Zunahme der emotionalen - und somit allgemeinen -  Lebensqualität der Klienten und des Klientensystems.    

 

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